Tarifkonflikt: Deutsche Bahn will Angebot vorlegen

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Tarifkonflikt: Deutsche Bahn will Angebot vorlegen – Keine Warnstreiks am Montag

Aus einer Pressemeldung der Gewerkschaft TRANSNET:

Im laufenden Tarifkonflikt will die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorlegen. Die Arbeitsgeberseite hat zu Verhandlungen am Montag eingeladen. TRANSNET und GDBA werden deshalb an diesem Tag nicht zu Arbeitsniederlegungen aufrufen.

Die Deutsche Bahn will im aktuellen Tarifkonflikt mit den Gewerkschaften ein neues Angebot vorlegen. Die Arbeitgeberseite hat für Montag zu Verhandlungen eingeladen. Diese sollen um 17 Uhr in Berlin stattfinden. „Wir werden dieses Gesprächsangebot annehmen", erklärten der TRANSNET-Vorsitzende Norbert Hansen und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Beide Gewerkschaften wollten nichts unversucht lassen, den aktuellen Tarifkonflikt zu lösen.

Im Kern geht es in dem Streit darum, die Beschäftigungssicherung im DB-Konzern zukunftsfest zu machen. TRANSNET und GDBA wollen erreichen, dass der aktuelle Tarifvertrag, und damit der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, weiterhin, auch für den Fall einer Kapitalprivatisierung, bestehen bleibt. Entsprechende Tarifverhandlungen dazu waren Mitte September endgültig gescheitert. Nach Ablauf der Friedenspflicht hatte es Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, in Berlin und zuletzt am Freitag in Bayern gegeben. Daran hatten sich insgesamt rund 2.200 DB-Beschäftigte beteiligt. Es war zu teilweise massiven Behinderungen im Zugverkehr gekommen.

„Die Warnstreiks haben ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt. Wir erwarten, dass die Arbeitgeberseite etwas Substanzielles auf den Tisch legt", kündigten Hansen und Hommel an. Sollte dies nicht der Fall sein, würden die Aktionen ausgeweitet. „Am Montag wird es nun keine Warnstreiks geben, wir warten ab, was man uns zu sagen hat", machten die beiden Gewerkschaftsvorsitzenden deutlich.

Gewerkschaft TRANSNET - Bundesvorstand, Pressestelle
08.10.2006

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