Deutscher Personalräte-Preis 2025

 

 

Personalratsarbeit
macht den Unterschied

Franziska Kowalski
Verantwortliche Redakteurin der Fachzeitschrift
»Der Personalrat«

»Bereits zum 15. Mal durfte die Fachzeit-schrift »Der Personalrat« im Jahr 2025 den Deutschen Personalräte-Preis (DPRP) verleihen. Ein Jubiläum, über das ich mich sehr freue. Denn der Preis macht das unermüdliche Engagement sichtbar, mit dem Sie die Arbeit der Beschäftigten verbessern – das im Alltag aber leider oft als selbstverständlich
wahrgenommen wird.

Der Preis setzt dem ein klares Signal der Sichtbarkeit und Wertschätzung entgegen. Und er dient Ihnen hoffentlich als wiederkehrende Erinnerung: Ihre Arbeit ist wichtig! Und sie wird bemerkt, auch wenn es sich vielleicht nicht
immer so anfühlt.«

 

» Innovative Ansätze und kreative
Lösungen, die zeigen, wie Mitbestimmung
konkret wirkt – dafür steht der Preis seit 15 Jahren.«

Annett Lindner, Mitglied des Hauptvorstands
der GEW

» Initiativen für Beschäftigte – unter
diesem Motto sichtet, bewertet und
prämiert die Jury jedes Jahr aufs
Neue beeindruckende Projekte.«

Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des
DGB

 

... für die Praxis

Personalrätinnen und Personalräte sind praktische Problemlöser, die genau wissen, wo in der Dienststelle der Schuh drückt und was sich für die Beschäftigten konkret verbessern lässt. Aber sie stehen selten im Rampenlicht. Der »Deutsche Personalräte-Preis« feiert einmal im Jahr – auf dem Schöneberger Forum in Berlin – diese wichtige Arbeit und richtet den Scheinwerfer auf ihre konkreten Projekte. Hier stehen die Treiber der Mitbestimmung im Fokus – ganz gleich, ob aus dem Personalrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung oder der Schwerbehindertenvertretung.

Jedes Projekt zählt.

» Auch Sie haben bestimmt ein tolles Projekt in der Pipeline – machen Sie mit und bewerben Sie sich jetzt für den Deutschen Personalräte-Preis 2026.«

Christof Herrmann, Moderator der Preisverleihung

 

 

 

Professionalisierung der PR-Arbeit

 

 

 

Personalrat Förderschulen und
Klinikschulen bei der
Bezirksregierung Arnsberg

Danach leitete das Gremium ein
Beschlussverfahren beim VG Arnsberg
ein. Dessen Beschluss bestätigte das OVG
NRW in Münster im Januar 2025 rechtskräftig.

Demnach hat die Bezirksregierung
Arnsberg alle Mitglieder des Personalrats
sowie die zwei ersten Ersatzmitglieder
gemäß dem Antrag auszustatten.

Die Personalräte für Lehrkräfte bei den Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen hatten bislang keinen Arbeitsplatz
innerhalb der Dienststelle und somit auch
keinen Zugriff auf notwendige digitale
Endgeräte. Ausgestattet wurden bislang
nur die Vorsitzenden. Eine datenschutz-konforme Kommunikation zwischen den
einzelnen Personalratsmitgliedern und
den Beschäftigten war genauso wenig
möglich wie die Nutzung dienstlicher EMail-
Adressen und von Informationen im
Intranet der Bezirksregierung. Damit unterschied sich die Situation deutlich von
Personalräten in anderen öffentlichen
Verwaltungen, wie z. B. der Polizei. Denn
dort verfügt jeder Beschäftigte über den
entsprechenden Zugang zu Kommunika-tionsmitteln.

Der Personalrat Förderschulen und Klinikschulen bei der Bezirksregierung Arnsberg stellte und verhandelte über zwei
Jahre Ausstattungsanträge gem. § 40 LPVG
NRW. Diese Anträge wurden jedoch abgewiesen.

Dieses Urteil gilt als richtungsweisend für
alle Lehrerpersonalräte in NRW. Denn es
ermöglicht eine datenschutzkonforme,
professionelle und zeitgemäße Umsetzung der Aufgaben eines Personalrats. Das Urteil gibt grundlegende
Hinweise auf die Ausstattungspflichten des
Arbeitgebers und definiert das Recht eines
Personalrats festzustellen, welche Ausstattung
er für die Erfüllung seiner Aufgaben benötigt.

»Dieses Urteil und seine Umsetzung schließen
eine lange bestehende Lücke in der digitalen
Ausstattung von Interessenvertretungen. Es hat  Maßstäbe gesetzt – für alle Personal-
vertretungen, die künftig auf eine vergleichbare Ausstattung pochen können.

Das ist ein echter Quantensprung in der Professionalisierung der Personalratsarbeit«

Annett Lindner, Mitglied des Hauptvorstands der

GEW

 

 

 

   
   

 

Innovativ gegen Arbeitsverdichtung

 

Preisträger Edelmetall
GOLD

Personalrat Rottal-Inn Kliniken KU, Eggenfelden

In einem Akutkrankenhaus mit stationären Einweisungen und Notfällen gehört die Arbeitsüberlastung zum Tagesgeschäft. Jede Erkrankung verschärft die Situation. Das führt wiederum zu steigender Unzufriedenheit
und immer höheren Krankenständen beim Pflegepersonal. Wie also mit kurzfristigen ungeplanten Ausfällen
umgehen, ohne dabei ein weiteres »Ausbrennen « der Kolleginnen und Kollegen hinzunehmen und die Patientenversorgung zu sichern?

Konventionelle Rekrutierungsmaßnahmen oder finanzielle Anreize zeigten keinen spürbaren Erfolg, also initiierte der
PR den Aufbau eines Springer-Pools mit besonderen Arbeitszeit-Konditionen und erzielte dazu eine innovative Dienstvereinbarung. Das Ziel: Ausgefallenes Personal damit ersetzen, oder, wenn es keine Ausfälle gibt, für die regulären Kräfte zusätzlichen Freizeitausgleich ermöglichen. Zudem sollte der Springer-Pool auch dazu beitragen, ein höheres Maß an planbarer Freizeit für die vorhandenen Pflegekräfte zu ermöglichen.

Um die Tätigkeit im Springer-Pool attraktiv zu gestalten, werden den Kolleg:innen, die sich dafür entscheiden, absolute Dienstplansicherheit zugesagt. Also kein ungeplantes Einspringen und als besonderes »Bonbon«: Vier Tage Zusatzfrei pro Monat. Alternativ werden ihnen auch Wunscharbeitszeiten im Springer-Pool angeboten, mit denen sich der Arbeitgeber an ihre zeitlichen Möglichkeiten anpasst. Dafür nehmen sie in Kauf, an jedem Einsatztag in einem anderen Arbeitsbereich eingesetzt zu werden. Voraussetzung dafür ist eine Basiseinarbeitung in allen dafür vorgesehenen
Bereichen und Stationen. v

»Der beeindruckende Erfolg zeigt sich auch in wachsenden Bewerber- und Mitarbeiterzahlen. Das macht deutlich: Wenn Arbeitsplätze attraktiv ausgestaltet werden und an die Bedürfnisse und im Sinne der Beschäftigten angepasst werden, wird es ausreichend Menschen geben, die den Beruf gerne ausüben wollen.
« Christine Behle, Stellvertretende Vorsitzende im ver.di-Bundesvorstand.

 

 

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